Vorbereitungen
Vorbereitungen
Wie es dazu kam…
Ich kam wie immer genervt von der Arbeit nach Hause. Ich schloss die Tür auf und mich traf fast der Schlag.
Schon als ich noch auf der Arbeit war, schrieb Vanni mir, sie habe Geld ausgegeben und ich solle bitte nicht böse sein. Man das hat mich vielleicht beschäftigt. Ich habe mit allem gerechnet. Neuer Wäschetrockner? Neuer Schrank?
Ich schloss die Tür also auf und fand den Weg ins Wohnzimmer gesäumt mit Rosenblüten. Als Vanni hörte, dass ich reinkam, rief sie sofort „Keine Angst, das ist jetzt nicht das, was du vielleicht denkst“. In sehr weiser Voraussicht hatte sie diesen Satz gerufen, damit ich nicht denke, dass da jetzt ein Heiratsantrag auf mich wartet.
Die Vorbereitungen
Natürlich war es kein Heiratsantrag. Puh, nochmal Glück gehabt. Es war ein riesiges Geschenk, die Erfüllung eines ewigen Traumes – eine Reise zur vermutlich faszinierensten und gigantischsten Stadt der Welt – nach New York.
WOW!
Voller Eifer begann ich unverzüglich mit den Vorbereitungen. Erstmal schauen, ob der Reisepass noch gültig ist und ESTA beantragen. Vanni brauchte einen neuen Pass und beantragte ihn per Express. Das hat wunderbar geklappt und auch die Beantragung von ESTA verlief schnell und einfach. Noch am gleichen Abend war die positive Bestätigung da.
Der Reisepass braucht eine Weile, bis er da ist. Wohnortänderungen gehen aber von jetzt auf gleich. Man kann einen neuen Pass auch per Express beantragen. Das ist etwas teurer, aber er ist relativ schnell in etwa einer Woche da.
Für ESTA braucht ihr diesen Reisepass. Wenn ihr mit dem mehrseitigem Antrag durch seid, dauert es aber noch bis zu 72 Stunden, bis dieser genehmigt ist – oder auch nicht 😉 Achtet darauf, dass ihr nur die Originale Webseite benutzt. Diese ist völlig Kostenfrei und lässt sich auf deutsch umstellen.
Und danach ging es zur Sache. Vier Wochen hatte ich Zeit, die Reise zu planen. Was wollen wir machen, was wollen wir sehen, was wollen wir essen, wo kann man einkaufen und was kann man in welcher Zeit alles sehen? Da es sich um ein Pauschalangebot von einer „Schnäppchensuchseite“ handelte, brauchten wir uns um Hotel und Flüge nicht mehr kümmern.
Ich habe die tägliche Planung mit Google Maps gemacht. Hier gehts zu meiner Planung. Tatsächlich haben die ein Tool für sowas. Fast jeden Abend nach der Arbeit habe ich mich vor den Computer gesetzt. Zunächst habe ich all die Dinge rausgesucht, die wir gerne besichtigen wollten. Danach wurden diese „Hotspots“ möglichst sinnvoll in tägliche Routen sortiert, sodass man diese ganzen Punkte möglichst nah oder bequem zu erreichen zusammen hatte. Natürlich ist es nicht leicht, den zeitlichen Umfang zu „raten“, wenn man zuvor nie in New York war. Aber zumindest bei den bezahlten Attraktionen kann man auf den Webseiten recherchieren, wie lange das jeweils in etwa in Anspruch nimmt. Erst als die sonstige Tagesplanung einigermaßen fertig war, habe ich je nach Route unsere Verpflegungsoptionen hinzugefügt.
Ach ja, und dann waren da ja noch die Wege vom Flughafen zum Hotel und irgendwann wieder zurück. Erstaunlicherweise gibt es da einige Optionen und mindestens eine davon sogar wirklich günstig.
Naja, und eigentlich konnte es dann losgehen…
Gerne könnt ihr die Google Planung als Vorlage benutzen und individuelle für euch anpassen. Tatsächlich hat es zeitlich immer erstaunlich gut gepasst.
TIPP: Packt euch die Tage nicht zu voll. In New York gibt es viel zu sehen. Ihr macht dort eine Menge Kilometer. Nehmt euch Zeit zum ausruhen und insbesondere, wenn ihr fotografieren wollt, braucht ihr mehr Zeit. Die verfliegt nämlich wie im Flug 😉
Sammeln von Informationen
Um eine solche Reise zu planen, muss man sich sehr intensiv erkundigen. Zumindest, wenn man in kurzer Zeit so viel wie möglich von einer Stadt wie New York sehen will. Also hieß es lesen, lesen, lesen – und Videos schauen.
Jede Menge Informationen kann man sich auf den Seiten von Loving New York zusammenlesen und -schauen. Während ich auf der Arbeit (pssst, nicht weitersagen) tonnenweise YouTube Videos geschaut habe, widmete ich mich abends der Verarbeitung der gesammelten Informationen. Ebenso hat Eric von NewYorkCity.de jede Menge Informationen bereitgestellt. Von Sehenswürdigkeiten, über Geheimtipps bis hin zur Gastronomie konnte ich auf den beiden Seiten fast alles erfahren, was ich wissen musste.
In New York gibt es Unmengen zu entdecken. Viele kostenpflichtige Sehenswürdigkeiten kann man etwas günstiger erleben, wenn man sich zuvor einen Pass (ähnlich einem Gutscheinheft) besorgt. Um damit wirklich Geld zu sparen, ist allerdings einiges zu beachten. Ich habe sehr viel Zeit damit verbracht, alles Optionen abzuwiegen. Es gibt nicht nur einige verschiedene Pässe, diese haben jeweils auch noch diverse Optionen. Loving New York haben auf ihrer Seite einen Pass-Berater, der bei der Auswahl helfen könnte. Mir hat es nur grob geholfen, das Feintuning sollte man selber machen, ansonsten könnte man enttäuscht werden. Ich habe mir dafür eine Excel Tabelle (Beispiel) angelegt, um die einzelnen Kosten zu vergleichen. Im Endeffekt habe ich mich dann für den GO City Pass entschieden mit der 5er Option.
Ich kann zu folgendem Vorgehen raten: Nutzt ruhig den Passberater von Loving New York. Prüft anschließend aber über die jeweiligen Webseiten der jeweiligen Anbieter, was die Attraktionen, die ihr dort ausgewählt habt, ohne den Pass in der Summe kosten würden und vergleicht den Umfang des im Pass angebotenen Angebots mit dem, was ihr wirklich bekommt. Achtet bitte unbedingt darauf, dass eine Fährfahrt nicht einfach nur eine Fährfahrt ist. Es könnten vor Ort weitere Kosten entstehen. Oder ein Trip zur Freiheitsstatue bedeutet nicht, dass ihr auch auf die Insel kommt, geschweige denn in die Krone. Zudem sind viele angegebene Preise Nettopreise. Vor Ort kann es sein, dass ihr noch Steuern und/oder Gebühren nachzahlen müsst.
In unserem Fall haben wir uns eigentlich sieben kostenpflichtige Attraktionen ausgewählt (Siehe Excel Tabelle). Das One World Observatory zum Beispiel ist aber nicht im Pass enthalten. Bleiben noch sechs, die vom Pass abgedeckt werden. Nun gibt es den Pass aber entweder für fünf oder für sieben Attraktionen. Ich hatte also die Wahl eine weitere Attraktion einzuplanen, oder eine direkt vor Ort zu bezahlen. Ich habe mich für letzteres entschieden und das billigste (Statue Cruises) aus der Passplanung herausgenommen.
OK, die Planung ist also soweit fertig, das meiste sogar schon bezahlt. Nun bleibt nur noch die Verpflegung. Wie schon gesagt, habe ich da einfach meine Planungskarte aufgerufen und entsprechend der Route einfach Orte für Frühstück und Mittagessen herausgesucht. Für uns war dieser Schritt relativ einfach, da wir beide keine Gourmets sind. Wir brauchen kein Kobe-Rind-Häppchen auf einem viel zu großen Teller oder Hummer im Schlafrock. Zum Frühstück reicht ein New Yorker Bagel mit Cream Cheese und ein Kaffee, oder Kartoffeln mit Ei und Speck mit nem O-Saft. Klingt nach wenig, ist es aber nicht und macht pappensatt. Zum Mittag habe ich immer richtig geile Burger geplant. Einmal sogar Chinesisch.
Somit war die Reise eigentlich fertig durchdacht und -geplant. Auf gehts… YAY